Samstag, 15. März 2014

Golf

Hallo,
tut mir Leid, dass ich mich so lange nicht mehr gemeldet habe. Seit Ende Februar spiele ich jetzt Golf hier, weil die Frühlingssportarten jetzt wieder angefangen haben. Für die Jungs gibt's Soccer (Fussball) und Tennis, für die Mädchen gibt's Golf und dann kann man auch noch Track und Field (Leichtathletik) machen. Ich habe mich dann für Golf entschieden und ich liebe es jetzt schon. Unser Team besteht aus 9 Mädels und zwei von denen waren auch schon in meinem Tennisteam.Zum Glück hatten wir keine richtigen Try-outs, , man musste einfach nur bei einem Vortreffen aufkreuzen und schon war im Team. Ich habe vorher noch nie richtig Golf gespielt und wenn ich mal ein paar Bälle geschlagen habe, habe ich nie den Ball getroffen. Das hat sich jetzt aber geändert und ich werde immer besser. Wir haben immer nach der Schule Training und meistens gehen wir zum Golfplatz. Also wir fahren dahin, weil es nicht direkt an der Schule ist. Mein Team ist auch super lustig und die meisten haben erst dieses Jahr angefangen zu spielen, und deswegen bin ich da schon mal nicht die einzigste, die ein paar Bälle verhaut. Am Mittwoch haben wir ganz viele Bilder gemacht für's Jahrbuch und ich lade dann davon mal ein paar hoch. Auf den Bildern sieht man im Hintergrund manchmal das Clubhaus vom Golfplatz, das fast wie eine Villa aussieht. Falls sich jemand von euch mal den Golfplatz angucken will, hier ist ein Link zur Internetseite.
http://www.sleepyridgegolf.com/
Nächste Woche ist unser erstes Tournament gegen eine andere Schule. Wir werden meistens 9-Löcher spielen, aber ein paar Mal auch 18-Löcher.



Hinten: Ich, Beth, Sam, Maddy, Maddy
Vorne: Mia, Nitzia, Andi

Ich, Beth, Sam, Maddy








Von links nach rechts:Maddy, Nitzia, Sam, Ich, Maddy, Andi, Beth, Maddi

Maddi,Nitzia,Sam,Ich,Maddy,Andi,Beth,Maddy


Maddy, Ich, Beth, Sam


Tennis ist immernoch mein Lieblingssport und das wird sich auch so schnell nicht ändern, aber Golf macht auch super viel Spaß und ich liebe einfach diese Atmosphäre, wenn man jeden Tag noch Training hat und sich darauf freuen kann.

Liebe Grüße aus Utah!

Samstag, 8. Februar 2014

Stundenplan #2

Hallo,

das zweite Semester/ Halbjahr hat auch hier wieder begonnen und ich habe ein paar neue Kurse gewählt und meinen Stundenplan ein bisschen geändert. Nach Winterim, ging es dann am Dienstag (21.01.) wieder in die Schule. Um genau zu sein, habe ich nur 2 Klassen gewechselt. Statt Health habe ich jetzt Financial Literacy und statt PE (Physical Education) habe ich jetzt US-Government. Meine Healthklasse war echt super und wir hatten wirklich jeden Tag was zu lachen, deswegen ist das ein bisschen traurig, dass ich diesen Kurs nicht mehr habe, aber das war nur ein Halbjahreskurs. Hier ist es ja auch dank der Counselors relativ einfach, seine Kurse zu wechseln. Counselor sind die Personen an deiner Schule, die für deinen Stundenplan verantwortlich sind, den Seniors helfen die Collegebewerbungen zu schreiben, dir bei persönlichen Problemen helfen können und gucken, dass du genug Credits sammelst um am Ende der High School erfolgreich die Schule verlassen zu können. Mit jedem Kurs sammelt man hier nämlich Punkte und man braucht am Ende eine bestimmte Anzahl von Punkten in jedem Bereich, wie zum Beispiel in Sprachen, Naturwissenschaften oder auch Sport. An meiner Schule gibt es für 600 Schüler zwei Counselors und das Ganze ist nach Nachnamen aufgeteilt. Hier ist dann jetzt nochmal eine kleine Übersicht von meinem Stundenplan.



Chemistry: 
Da ich am Anfang des Schuljahres eine Naturwissenschaft wählen musste, habe ich mich für Chemie entschieden. Am Anfang war es ein bisschen schwierig, die ganzen Fachbegriffe zu verstehen, aber inzwischen finde ich das gar nicht mehr schlimm und bin der Meinung, dass Chemie hier mehr "Spaß" macht als in Deutschland. 

Financial Lit:
Die Übersetzung dazu wäre Finanzkundewissen, was sich meiner Meinung nach zu formell anhört, aber die Klasse ist an sich auch sehr interessant,weil man alles rund um Finanzen, Steuern, Geld und wichtige Informationen für's spätere Leben aus amerikanischer Sicht kennenlernt. 

US-Government: 
In dieser Klasse bin ich wahrscheinlich eine der einzigen Personen, die es freiwillig gewählt hat. Aber da ich nochmal die amerikanische Erfahrung haben wollte und zur Auswahl nur noch German und Computer Tech standen, habe ich mich dann hierfür entschieden. Es ist schon relativ viel zu lernen, aber der Lehrer ist ganz lustig. 

Spanish 1:
Ich habe hier angefangen Spanisch zu lernen und finde es sehr einfach. Man muss einfach sagen, dass die Amis es nicht gewöhnt sind noch andere Sprachen zu lernen (nicht böse gemeint!). Deswegen ist das Tempo in dieser Klasse schon relativ langsam und ich werde in Deutschland wohl ein paar Sachen nachholen müssen.

Socratic: 
Socratic ist eine Mischung aus Englisch und Geschichte, und definitiv das Fach, was ich am wenigsten mag und davon habe ich dann ausgerechnet auch noch 2 Stunden am Tag. Wir lesen relativ viele Bücher und müssen Hausarbeiten schreiben, aber die Leute in meiner Klasse sind sehr lustig und machen das Ganze erträglich. 

Math 2: 
In meiner Matheklasse sind noch zwei andere deutsche Austauschschüler und da meine Mathelehrerin ein bisschen Deutsch kann, versucht sie dann immer die deutschen Begriffe in den Unterricht reinzubringen oder neue Wörter zu lernen. Das meiste, was ich hier mache, ist mehr oder weniger Wiederholung, weil ich es schon in Deutschland hatte, aber ein paar neue Sachen habe ich auch gelernt. Mathe muss ich in Deutschland leider auch nachlernen müssen.

Debate: 
Debate hat sich auf jeden Fall mit zu einer meiner Lieblingsklassen entwickelt. Es ist relativ schwierig Debate zu beschreiben oder zu erklären, wenn man's noch nie gemacht oder gesehen hat. Auch mich hat das am Anfang erstmal mehrere Wochen gekostet alles zu verstehen, weil es einfach so viele Arten und Sachen gibt, die man machen und ausprobieren kann. Es macht auf jeden Fall super viel Spaß, ist aber auch mit sehr viel Arbeit verbunden. Vor allem Dingen, wenn man auch zu den Tournaments (Wettbewerbe) geht. Ich werde Debate definitiv vermissen und bin jetzt schon traurig, dass es dieses Fach nicht in Deutschland gibt. 

Golf:
Golf gehört nicht wirklich zu meinem Stundenplan, aber bald fangen die Frühlingssportarten an und ich werde wahrscheinlich Golf ausprobieren. Ich habe vorher noch nie wirklich Golf gespielt, aber man kann ja alles lernen. Die Auswahl für die Mädels für die Frühlingssportarten lag auch nur zwischen Track & Field (Leichtathletik) und Golf. Da hat mir Golf definitiv mehr zugesprochen und da mir Tennis so viel Spaß gemacht hat, musste einfach nochmal eine andere Sportart her. Wenn ich ins Team komme, geht das Training wahrscheinlich Ende Februar los. 

Schuluniform: 
Am Anfang des Schuljahres war ich ja ein bisschen skeptisch was die Schuluniform angeht, aber inzwischen könnte ich sie nicht mehr wegdenken. Ich glaube ich habe in diesen 6 Monaten mehr Röcke getragen, als jemals in meinem gesamten Leben davor. Schuluniformen machen es morgens so einfach, weil man wirklich fast nur die Farbe seines T-Shirts aussuchen muss. 
Jeden Montag ist 'Full Dress', dass heißt, dass die Mädchen einen karierten Rock, weiße Bluse, eine rote "Kreuzkrawatte" (ich habe keine Idee, wie ich das übersetzen soll) und einen Blazer mit dem Schullogo tragen müssen. Die Jungs müssen lange, khakifarbene Hosen, weißes Hemd, Krawatte und Blazer tragen. Den Rest der Woche ist es dann aber freigestellt, was man aus dem Uniformsortiment anzieht. Ich hätte nie gedacht, dass mir eine Schuluniform mal so gut gefällt, aber ich mag sie wirklich!

Lehrer: 
Man muss einfach sagen, dass die meisten Lehrer hier mit einer ganz anderen Einstellung an ihren Job rangehen. Die Lehrer hier interessieren sich für ihre Schüler und wollen, dass sie das verstehen und gleichzeitig noch Spaß haben. Wenn man etwas nicht mehr versteht, oder Fragen hat, kommt man einfach nach der Schule oder während Lunch vorbei und die Lehrer helfen einem sofort. 

Truth, Honor, Virtue:
Das ist das Motto meiner Schule, und wie es schon verrät, vertrauen die meisten Lehrer den meisten Schülern. In Mathe bewerten wir unsere Hausaufgaben selber, in Chemie verlässt meine Lehrerin einfach mal den Raum während eines Tests und wenn man mit seinem Quiz nicht in der Stunde fertig wird, darf man nach der Schule kommen und es fertig machen. In Deutschland wäre sowas unmöglich, aber hier gucken die Schüler nicht ab, spicken oder helfen sich gegenseitig während eines Tests. Sie wollen einzig und allein ihre Leistung sehen und die Lehrer vertrauen auch darauf. 

Noten: 
Das Benotungssystem hier läuft wirklich komplett anders. Die Lehrer geben unsere Punkte für alles, dass heißt Hausaufgaben (wird hier viel mehr bewertet), Beteiligung, Tests, Quizzes und auch Verhalten, in Powerschool ein. Powerschool ist eine Internetseite, die von vielen Schulen hier benutzt wird und darüber können die Schüler und Eltern dann ständig die Noten nachgucken. Das macht das Ganze ziemlich einfach,weil man immer weiß, wie man gerade in einem Fach steht. Zum Halbjahr gab es allerdings keine ausgedruckten Zeugnisse, wir können ja einfach in Powerschool nachgucken. 

Ich hoffe, dass hat euch jetzt mal wieder einen Einblick in mein Schulleben hier gegeben. Hoffentlich hattet ihr alle gute Zeugnisse und einen schönen und erfolgreichen Start ins neue Halbjahr, wünsche ich euch!

Liebe Grüße aus Utah! 


Montag, 20. Januar 2014

Winterim 2014

Hallo,

ich bin's mal wieder und ich wollte euch mal ein paar Eindrücke von meinem Winterim geben. Winterim kann man relativ gut mit einer deutschen Projektwoche vergleichen. Die Schüler konnten sich zwischen 35 Projekten entscheiden und die Schüler, deren Noten zu schlecht sind, mussten Credit- Recovery machen, d.h. sie müssen Aufgaben und Tests nachmachen für verschiedene Klassen, in denen sie durchgefallen sind.

Es gab ziemlich verschiedene Projekte, von Londontrip, Camping, Japanisch lernen bis hin zu Starwars. Ich habe mich für 'Serve and Explore Utah' - ein Campingprojekt quer durch Utah - entschieden, weil ich nicht einfach nur in der Schule rumhocken wollte und gleichzeitig die Chance nutze wollte um noch mehr von Utah zu sehen. Ich bin sehr froh, dass ich mich letztendlich für dieses Projekt entschieden habe, weil es einfach perfekt war.
Das Ganze ging am Donnerstag (2.Januar) los und hat am Freitag (17.Januar) geendet. Wir waren ziemlich aktiv und haben bis auf 2 Tage die ganze Zeit gecampt. 6 Nächte draußen in Zelten, davon eine Nacht in kleinen Hütten mit Elektrizität. Unser erstes Campout war mehr im Norden Utahs, wo es dementsprechend auch am kältesten war und dann sind wir mit der Zeit immer weiter runter mehr in den Süden Utahs gefahren, wo es dann immer wärmer wurde. Die meiste Zeit waren wir immer nur eine Nacht campen und dann für eine Nacht wieder zuhause um uns aufzuwärmen und zu duschen, aber das letzte Campout ging für 3 Nächte. Es war schon immer sehr kalt und auch mit der richtigen Ausstattung hat man noch gefroren. Die Nächte waren am schlimmsten und in der ersten Nacht draußen habe ich auch nur 2 Stunden geschlafen, aber  mit jeder Nacht wurde es besser.

Hier ist mal eine kleine Übersicht:

  • 2.-3. Januar : Hyrum State Park
  • 7.-8. Januar : Antelope Island
  • 9.-10. Januar: Wasatch Mountain State Park
  • 13.-15. Januar : Snow Canyon State Park
  • 15.-16. Januuar : Zion's National Park







Unsere Gruppe bestand aus 9 Schülern, 4 Mädels und 5 Jungs, ein Lehrer und meistens eine Begleitperson. Die Leute waren super nett und wir sind inzwischen alle richtig gute Freunde geworden.





Während wir campen waren, haben wir verschiedene Sachen unternommen, wie zum Beispiel Eisfischen, Wandern, Langlaufski gehen, Ski/Snowboard fahren und wie der Name unseres Winterims verrät, ein bisschen soziale Arbeit. Eigentlich hätten wir noch mehr soziale Arbeit machen sollen, aber letztendlich haben wir nur solche Höhlen aufgeräumt und sauber gemacht, in denen Leute mit Leuchtstäben 'Hide and Seek' (Verstecken und Suchen) spielen. Ansonsten haben wir jeden Tag,vor allem Abends immer noch diverse Spiele gespielt und lange am Lagerfeuer gesessen. Ich habe mich riesig gefreut, als ich endlich Snowboarden konnte hier, weil meine Gastfamilie fährt kein Ski oder Snowboard. Der Schnee hier ist wirklich unglaublich und ich hoffe, dass ich noch mehr Möglichkeiten habe Snowboard oder Ski fahren zu gehen. Allerdings sind die Lifte hier zum Teil sehr unsicher, denn die haben einfach mal gar keine Sicherheitsriegel. Das hält mich aber noch lange nicht davon ab Snowboard fahren zu gehen.
Ich hatte die Aufgabe Bilder zu machen während unseres Winterims und die Leute, die mich kennen, wissen ja wie viele Bilder ich immer mache, und deswegen sind da halt auch um die 900 Bilder entstanden. Ich wollte jetzt nicht alle hochladen, weil sich das sowieso keiner anguckt, deswegen habe ich aus einer Auswahl mal ein Video gemacht. Die Bilder werden übrigens in der Reihenfolge gezeigt, d.h., dass die ersten Bilder auch vom ersten Campout waren und die letzten Bilder sind vom letzten Campout.

video
Am Freitagabend hatten wir dann als Abschluss von Winterim ein Winterfest in der Schule, wo alle Gruppen etwas von ihren 2 Wochen präsentiert haben. Dafür hat meine Gruppe auch nochmal ein Video gemacht. Ich werde das aber nicht hochladen, weil es sehr lange ist, größtenteils sowieso die selben Bilder beinhaltet und langweiliger ist.

Ansonsten war heute noch keine Schule, weil Martin Luther King Day ist, aber ab morgen geht's dann wieder richtig los mit Schule und Schuluniform. Am Wochenende gehe ich mit meiner Gastfamilie zum Basketballspiel nach Salt Lake, weil das ein Geburtstagsgeschenk war.




Am Samstag waren schon die ersten 5 Monate meines Aufenthalts hier um und es ist wirklich krass, wie schnell die Zeit vergeht, weil die Hälfte meiner Zeit einfach schon abgelaufen ist. Ich freue mich schon wahnsinnig auf die nächsten 5 Monate und werde sie so gut wie möglich genießen.
Wir sehen uns in 5 Monaten Deutschland!



Liebe Grüße!

Falls ihr noch mehr Bilder sehen wollt, könnt ihr übrigens auf unsere Instagram-Seite gehen, die extra für Winterim eingerichtet wurde. @tdizzlesadventures

Mittwoch, 1. Januar 2014

Happy New Year!

Hallo,
ich wollte Euch ein frohes, neues Jahr wünschen. Ich hoffe, dass eure Wünsche in Erfüllung gehen und ihr alle eure Vorsätze durchhalten konnt.
Bald ist die Hälfte meines Auslandsjahres schon rum. Die Zeit vergeht wie im Fluge. In ungefähr 5 1/2 Monaten bin ich schon wieder zu Hause (Mitte Juni).
Morgen fängt mein Winterim an, dass heißt - es geht los mit dem Wintercamping. Somit war dann heute auch mein letzter Ferientag.
Nur ein kurzer Post also, aber ich wünsche euch allen ein "Happy new year!"
2k14 - I'm coming!

Liebe Grüße

Donnerstag, 26. Dezember 2013

Merry Christmas - Frohe Weihnachten

Hallo,
und erstmal nachträglich noch frohe Weihnachten an alle. Ich hoffe ihr hattet alle schöne Feiertage und ein tolles Weihnachten, egal wo ihr euch gerade befindet. Ich wollte euch mal ein bisschen von meiner Vorweihnachtszeit und Weihnachten in Amerika berichten.
Weihnachtlich geschmückte Häuser in Utah
Nach Thanksgiving, was so gegen Ende November stattgefunden hat, haben viele Amerikaner so richtig mit den Vorbereitungen losgelegt. Häuser wurden dekoriert, Weihnachtsgeschenke gekauft und endlich durften auch offiziell Weihnachtslieder gehört werden. Meine Gastfamilie hatte vor Thanksgiving nämlich immer das Radio umgestellt, wenn Weihnachtslieder gespielt wurden. Nach Thanksgiving ging es dann aber richtig los und ich habe Weihnachtslieder ohne Ende gehört. "Stille Nacht" ist hier übrigens sowohl in Englisch (Silent Night) als auch in Deutsch der totale Hit. Der Freitag nach Thanksgiving, auch genannt "Black Friday", wird dann direkt von allen Amerikanern zum großen Weihnachtsshoppen benutzt, weil so gut wie jeder Laden sehr hohe Rabatte hat. Die
Leute stürzen sich an diesen Tagen auf alles, was billig ist und es wird erzählt, dass manche Leute sich dort schon fast zu Tode getrampelt haben, obwohl man am Tag davor ja noch für alles dankbar war.
Nikolaus gibt es hier leider nicht. Der 6. Dezember verlief wie ein ganz normaler Tag ohne Schuhe rausstellen und Süßigkeiten & Schokonikoläuse bekommen. Dafür habe ich aber ganz liebe Nikolausgrüße aus Deutschland bekommen. Nach der Schule gab es aber an diesem Tag eine Weihnachtsfeier in der Schule und jede Sprache hat etwas aus dem Land präsentiert. Deswegen gab's dann als deutsche Tradition amerikanische Süßigkeiten in unsere Schuhe und Kinderpunsch zum Trinken. Also doch ein kleines bisschen Nikolaus in Amerika.
Am 22. Dezember (Sonntag) ist dann meine Gastschwester aus Boston hier angekommen und wir haben sie nach dem Weihnachtsgottesdienst in der Kirche vom Flughafen abgeholt und noch ein paar Bekannte und Freunde in Salt Lake besucht.

Schlitten fahren
Am 23. Dezember (Montag) sind meine Gastschwestern Annie und Becca und Ich dann zu Sharon gefahren um bei ihr den Tag zu verbringen und dort zu übernachten. Auf dem Weg dahin waren wir noch bei meinen Gastgroßeltern. Bei Sharon haben wir dann Wii gespielt und ihr bei den Vorbereitungen geholfen, weil sie ja schwanger ist und die ganze Familie am nächsten Tag zu ihr kam. Abends haben Annie, Becca & Ich dann noch beschlossen Schlitten fahren zu gehen. Weil wir aber keine Schlitten hatten, mussten wir improvisierte Schlitten aus Karton und Müllsäcken bauen. Trotz unprofessioneller Schlitten hatten wir dann ziemlich viel Spaß.



Ich, Becca& Annie beim Schlitten fahren

Familie an Christmas Eve
Essen
Am 24. Dezember (Dienstag) haben wir dann Sharon bei allen Vorbereitungen geholfen, Essen gemacht und Kekse gebacken. Gegen 4 Uhr sollten dann eigentlich alle kommen, aber glücklicherweise waren alle zu spät, sodass wir noch Zeit hatten alles vorzubereiten, weil wir spät dran waren. Wir hatten einen schönen Abend mit der ganzen Familie. Nach dem Essen, was mal wieder typisch amerikanisch auf Papptellern und mit Plastikbesteck stattgefunden hat, haben wir noch unsere White Elephant Geschenke ausgetauscht. White Elephant kann man vergleichen mit Wichteln. Aber man darf nur gebrauchte Gegenstände, die man persönlich nicht mehr benutzen kann oder möchte, verschenken. Ich habe ein Notizbuch bekommen. Das war dann Christmas Eve. Abends sind wir dann zurück nach Hause gefahren alle Kinder mussten die Nacht im unteren Teil des Hauses verbringen, damit Santa nicht gestört wird.

Am 25. Dezember (Mittwoch) wurde ich dann gegen 8.30 Uhr von meiner Gastmama geweckt und zwei Minuten später kamen auch schon meine anderen Gastgeschwister bei uns an. Wir mussten uns dann alle an der Treppe nach Alter sortiert aufstellen. Annie, Ich, Jon, Kathryn, Becca,Sharon,Serra, William und Jason. Dann durften wir alle hochgehen und haben unsere Stockings bekommen. Stockings sind diese sockenartigen Geschenkebehälter ( ich habe keine Ahnung wie ich das beschreiben soll), in die Santa über Nacht ein paar Geschenke reintut. Die meisten von uns hatten noch ihre Schlafanzüge und Pyjamas an.

Christmas Day
Dann haben wir alle unsere Geschenke bekommen und zum Frühstück gab es dann eine "Breakfast Casserole" (Frühstücksauflauf) mit Toast, Eiern, Milch, Gemüse und Fleisch in einer Auflaufform. Das macht meine Gastmama immer als Tradition jedes Weihnachten und es schmeckt auch sehr lecker. Im Laufe des Morgens kamen dann auch noch meine Gastgroßeltern vorbei und der andere Gastopa war auch die ganze Zeit da. Den restlichen Tag haben wir größtenteils relativ gemütlich auf dem Sofa und im Wohnzimmer verbracht und dabei gelesen, gespielt und Geschenke ausgepackt. Der 25. Dezember wird hier übrigens als Christmas Day bezeichnet. Und weil es ein paar von euch bestimmt interessiert, ich habe Bücher, Gutscheine, Geld, Essen, einen Taschenkalender, eine neue I-Pod Hülle, Scrapbookzubehör und ein Kindle Tablet bekommen.








Liebe Grüße aus Utah und fröhliche Weihnachten und ein schönes restliches Jahr!